Forschung // Euregio
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Euregionale Baukultur

Vergleichende Studie zur Bestimmung baukultureller Parameter mit Einfluss auf die Gestalt von Architectuur und Stadt in der Euregio Maas-Rhein.

Gegenstand
Untersucht werden soll der Einfluss landes- bzw. regionsspezifischer, baukultureller Planungsparameter auf die städtebauliche und architektonische Gestaltfindung im Fall der Euregio Maas-Rhein. Die Euregio umfasst drei Länder (Deutschland, die Niederlande und Belgien), fünf Regionen (die Provinzen Aachen, belgisch und niederländisch Limburg, Lüttich und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens) sowie drei Sprachräume (Deutsch, Niederländisch und  Französisch). Trotz kulturhistorischer Gemeinsamkeiten, landschaftlicher Kontinuität, geteilter Sprachräume, hat sich die Baukultur in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich entwickelt, was in der Erscheinung des Gebauten deutlich zum Ausdruck kommt.
Im Fall von Belgien kommt die Komplexität der sprachlichen Trennung zwischen Flandern und Wallonien hinzu, der eine getrennte Politik entspricht, die jeweils ihre eigenen städtebaulichen und architektonischen Verordnungen nach sich zieht.

Methode
Zunächst sollen die baukulturellen Parameter, die die architektonische Gestaltfindung beeinflussen, für jedes der drei Länder gesondert untersucht werden. Hierbei stellt sich bereits die Herausforderung der Bestimmung dieser Parameter, da diese bezüglich der verschiedenen Ländern und Regionen wesentlich voneinander abweichen können, sowohl was ihre Art als auch ihren Einfluss auf die Planung und Gestaltfindung betrifft. Anschliessend sollen die Ergebnisse verglichen werden.

Ziel und Nutzen
Neben den im Vordergrund stehenden baugesetzlichen Parametern sollen auch die hiermit verbundenen kulturhistorischen, sozioökonomischen, prozessrelatierten, Faktoren betrachtet werden, welche zur Entwicklung einer landes- und regionsspezifischen Baukultur geführt haben. Die Forschungsarbeit setzt sich zum Ziel, die baukulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der drei Nachbarländer zu erkennen, um so grenzüberschreitendes Denken, Planen und Bauen zu fördern.


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