M1 // SS17 // Umbau Kirche – Eine Transformationsaufgabe
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M1 Umbau Kirche St. Peter

Transformation einer denkmalgeschützten Kirche in Co-Working-Offices

 

Kirchen-Transformation

Kirchengebäude waren stets Kulturträger par excellence für die europäische Stadt und Siedlung. Sakrale Gebäude haben über Jahrhunderte hinweg maßgeblich die orts- und Identitätsbildung unser gebauten Umgebung geprägt. In Folge des gesellschaftlichen Wandels steht einer großen Zahl von Kirchen eine ungewisse Zukunft bevor. Die Zahl der Kirchengänger, der Priester und die Zahl der Gottesdienste und Tauffeiern nehmen seit Jahren ab. Die Landesdenkmalämter ermittelten Ende 2013, dass voraussichtlich alleine in Nordrhein Westphalen bis zu 1.500 Kirchen von einer Aufgabe betroffen sind. Findet sich kein „Neues Nutzungskonzept“ drohen Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen, welche die Kirchengemeinden in vielen Fällen kurz- oder mittelfristig zu überfordern werden. Wird das Gebäude nicht reaktiviert, droht der vollständige Rückbau und möglicherweise damit einhergehend der Verlust des Ortes und der Identität.

 

Für die geschichtsträchtige Kirche St. Peter ist im Rahmen des M1-Projektes eine starke, frische und tragfähige Perspektive für den Baukörper und die zukünftige Entwicklung des Ortes zu entwickeln.

 

Aufgabe:

Die Kirche St. Peter soll in ein zeitgemäße Co-Working-Office-Spaces transformiert werden. Hierbei sind die aktuellen Ansprüche und Strömungen in Bezug auf individuelle Innenarchitektur- und Büroraumkonzepte wie auch die grundlegenden Anforderungen an Funktionalität und Wirtschaftlichkeit zu Grunde zu legen.

Neben der Transformation des bestehenden Kirchenkörpers (Flurstück 1251 Kirche + „Insel“),  sind die angrenzenden Baugrundstücke mit einzubeziehen. Ein Abriss der Gebäude auf den Flurstücken 1663 Parrhaus (Nr 1) und 1252 Mehrfamilienhaus + Pfarrsaal (Nr 74 | 70 | 68 | 66) ist bei der Entwurfskonzeption in Varianten zu untersuchen.

Die Art und Weise der Volumenerweiterung, der Raumkantenveränderung und Nutzungserweiterung soll ausdrücklich das gesamte Spektrum einer grundlegen Transformation in Bezug auf  „Anbauen, Teilrückbauen, Dazwischenbauen, Obenaufbauen, Ausbauen, Weiterbauen“ umfassen. Die Form des Fügens von Alt und Neu soll vertiefend betrachtet werden, wobei klassisch-denkmalkonforme Absetzungen und Trennungen bewusst hinterfragt werden sollen. Nichts ist heilig.

 

 

Methode:

Phase 1: Input und Studie

-Im Zuge der Input-Phase des Entwurfsprojektes werden aktuelle internationale Kirchen-Umnutzungskonzepte analysiert und in Bezug auf mögliche Umnutzungspotentiale für Kirche St. Peter bewertet. In Form einer Kurz-Machbarkeitsstudie soll hierzu die im Referat vorgestellten Umnutzungsform auf St. Peter adaptiert werden.

-Parallel werden, begleitet von Expertenvorträgen aus der Planungspraxis, Bürokonzepte analysiert. -Erstellung von Arbeitsmodellen auf städtebaulicher Ebene.

 

 

Phase 2: Konzeption und Vorentwurf

-Städtebaulicher Entwurf unter Einbeziehung der stadträumlichen Umgebung. Anhand eines städtebaulichen Modells und Perspektivskizzen sind Volmenstudien in Varianten zu erstellen. Die umgebenden Flurstücke sind baulich einzubeziehen. Der Entwurfsprozess ist mit Arbeitsmodellen (Styrodur) und Fotomontagen voranzutreiben und zu Dokumentieren.

-Entwicklung und Festlegung des Bürokonzeptes.

-Strukturanalyse eines Bürogebäudes in 2er-Gruppen in Bezug auf Büro- und Erschließungsstruktur, Maße, Haustechnikinstallation und Flächen (Zusammenstellung als PDF DIN A4-Querformat; Seminaristische Ergänzung)

-Daraufhin folgt die individuelle Entwicklung eines Gebäudekonzeptes auf Grundlage von Büroplanungsparametern wie Erschließungsstrukturen, Bürokonzeption, Achsraster, Materialisierung, Anforderungen an Belichtung, Belüftung und Brandschutz, sowie Flächeneffizienz und Nachhaltigkeit im Maßstab 1:500 bis 1:50. Gemeinsam sollen kürzlich errichtete Bürogebäude in der Region besichtigt und in Bezug auf die o.g. Parameter betrachtet werden.

 

Phase 3. Ausarbeitung und Präsentation

-Ausarbeitung des Entwurfes in Grundrissen, Ansichten und Perspektiven und Fügungsdetails.

-Erstellen eines Materialkonzeptes für die neue Fassadenbauteile und die Büroeinrichtung.

-Die Abgabepräsentation erfolgt anhand einer Beamerpräsentation, Modell und DIN A0-Plänen.

-Die genauen Abgabeleistungen werden noch im Detail benannt werden.

 

Termine/Planung

 

Veranstaltungstag M1-Umbau Kirche: „immer mittwochs“

Kw15:           Mi., 12.04.17:   9:00h – 10.30h  Einführungsveranstaltung ….

 

Terminplan und weitere Angaben/Geschichte St. Peter: Siehe Anlagen

 

 

Anlagen:

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